Zuhause wieder Herr im Haus
(dk) Die Journée des Champions, während derer am Sonntagvormittag in Paris-Vincennes gleich vier Gruppe I- und ein Gruppe II-Rennen über die Bühne gingen, begann aufgrund der angekündigten Temperaturen bereits um 8:30 Uhr.
Mögen die vier Gruppe I-Rennen - der Prix d'Essai (200.000 Euro) für dreijährige Sattelcracks, in dem es einen ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg des Uriel-Speed-Sohnes Ninja de l'Envol unter Guillaume Martin in Rennrekordzeit von 1:13,0/2700 Meter zu notieren gab, der als Attelé-Pendant konzipierte Prix Albert Viel, in dem die überlegene Face-Time-Bourbn-Tochter Nocive du Choquel (François Lagadeuc) den Rennrekord auf 1:11,4/2700 Meter drückte, das Favoriten-Duell im den fünfjährigen Monté-Spezialisten vorbehaltenen Prix de Normandie (240.000 Euro), das der Bazire-Schützling Lionheart (Eric Raffin) in 1:12,1/2850 Meter gegen Lemon Fleury
(Mathieu Mottier) gewann, sowie der Prix du Président de la République (240.000 Euro) für die vierjährigen Sattel-Asse, in dem sich der Favorit Moustik la Govelle am Ende gegen Meteore de Simm (Mathieu Mottier) behauptete, obwohl er Damien Bonne im Einlauf an der Spitze weit nach außen rennt, - aus internationaler Sicht vermutlich nicht so die Rolle spielten, so waren die Augen stattdessen vielmehr auf das Gruppe II-Rennen der Tageskarte gerichtet.
Alle Ergebnisse und Videos: https://www.letrot.com/courses/programme/2026-06-21/7500
Denn im erstmals über die 2.700-Meter-Distanz ausgetragenen Prix René Ballière kehrte Idao de Tillard nach dem neuerlich missglückten Elitloppet-Trip in seinem Wohnzimmer auf die Rennbühne zurück.
In Anbetracht einer kaum allzu starken Gegnerschaft und einer 18:10-Favoritenstellung blieb Clement Duvaldestin wenig anderes übrig, als seinen Heroen offensiv in die Partie zu schicken und in Ermangelung anderer ernsthafter Interessenten auch das Kommando zu nehmen.
Alexis Colette indes agierte mit dem bei 51:10 am zweitstärksten gewetteten Ibiki de Houelle nicht gerade glücklich: seine erste Attacke auf den Piloten vor den Tribünen war zu halbherzig, die zweite, deutlich schärfere indes erfolgte zu spät, nämlich zum Ende des Anstiegs in der Gegenseite, wo Duvaldestin ihn einfach nicht mehr fahren lassen konnte.
So kam es, wie es kommen muss: Ibiki de Houelle brach am Ende ein, während Duvaldestin hinter dem zweifachen »PdA«-Sieger schon mächtig "rudern" musste, um seinem Partner die aus dem dritten bzw. vierten Paar außen noch sehr zudringlich werdenden Free Time Jepson (Andrea Guzzinati) und Harmony du Rabutin (David Bekaert) in 1:12,4 knapp vom Hals zu halten.
Die Rennleitung quittierte den unsachgemäßen Peitscheneinsatz von Clement Duvaldestin mit 450 Euro und elf Tagen Fahrverbot.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-06-21/7500/7