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Sein größter Coup

Back of the Neck im Dayton Trotting Derby (Foto: ustrottingnews.com)
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USA

(nn) Dayton / Ohio, Samstag, 2. Oktober 2021. Auch wenn nach dem „September to remember“ im kanadischen Mohawk seit Freitag die US-Dollars in Hülle und Fülle beim Grand-Circuit-Festival in Lexington/Kentucky rollen - an den ersten beiden Tagen waren in mehreren Divisionen die Youngster beiderlei Gangart gefragt -, gibt’s auch im Rest Nordamerikas einige enorm lukrative Angebote.

So knapp 200 Kilometer nördlich im Nachbarstaat Ohio auf dem Hollywood Gaming Dayton Raceway, wo unter anderem das für alle Altersklassen offene Dayton Trotting Derby um 175.000 Dollar entschieden wurde und zum größten Coup des schon immer zu den Spitzenkräften seines 2017er Jahrgangs gerechneten Back of the Neck wurde.

Der wie Vorjahrssiegerin Atlanta vom Schweden Stefan Balaszi gezüchtete, am 5. November 2018 in Harrisburg für 150.000 Dollar aus dem Auktionsring gegangene Sohn des europäischen Spitzenvererbers Ready Cash brauchte für seinen furiosen Endspurt, bei dem er unterm Strich mit 1:09,5 einen neuen Bahnrekord für vierjährige Hengste fixierte, aber jeden Zentimeter, um, erst Mitte der Schlusskurve aus vierter Position in die Freiheit gekommen, an der Linie die braune Nase gerade so an der nach 300 Metern durchweg das Tempo vorgebenden When Dovescry vorbei zu strecken.

Nordamerikas Traberstute der Stunde musste nach drei hochkarätigen Erfolgen am Stück erstmals wieder über eine - haarscharfe - Niederlage quittieren, bei der ihr kein Zacken aus der Krone brach. Die Hambo-Oaks-Siegerin von 2019 steht mit Saisoneinkünften von 350.927 Dollar blendend da. Für Back of the Neck, der seinen größten Scheck überhaupt als Hambletonian-Dritter 2020 eingestrichen und seine vier Saisonerfolge in kleineren Prüfungen geholt hat, bedeutete dieser elfte Treffer aus 28 Engagements einen neuen Kontostand von 645.744 Dollar.

„Er ist ein erstklassiger Typ, der an guten Tagen mit den älteren Top-Trabern ohne Frage mithalten kann“, bescheinigte ihm sein Ausbilder Åke Svanstedt. In übersichtlichen Abständen kam der Rest der illustren Gesellschaft aus insgesamt vier Millionären am Zielrichter vorbei, aus dem Hambo-Sieger 2019 Forbidden Trade zwei Längen zurück Platz drei einsackte.

The Dayton Trotting Derby (int., frei für Alle)
1609m Autostart, 175.000 USD
1.    Back of the Neck    09,5    Åke Svanstedt    80
    4j.br. Hengst von Ready Cash a.d. Big Barb von Andover Hall
    Be: Åke Svanstedt, Judith & Howard Taylor, Order by Stable; Zü: Order by Stable (Stefan Balaszi), SE; Tr: Åke Svanstedt
2.    When Dovescry    09,5    David Miller    24
3.    Forbidden Trade    09,7    Bob McClure    19
4.    Guardian Angel Ås    10,0    Brian Sears    183
5.    Pure Chance    10,5    Aaron Merriman    969
6.    Sorella    10,9    Yannick Gingras    495
7.    Majestic Player    11,0    Brett Miller    563
    Ready for Moni    hdF    Andrew McCarthy    129
Sieg: 80; Richter: Kampf Kopf - 2 - 2¼ - 3½ - 3¼ - 1 Länge; 8 liefen (NS Manchego / Attest)
Wert: 87.500 - 43.750 - 21.000 - 14.000 - 8.750 USD

Im Dayton Distaff Pacing Derby um 168.000 USD für die älteren Pacer-Stuten wurde Lyons Sentinel ihrer 13:10-Stellung auf jedem der 1.609 Meter gerecht. Kurz nach der ersten Viertelmeile in Front gezogen, schaute die von Jim King trainierte Vierjährige nie mehr zurück und gewann sehr sicher vor der ebenfalls 2017 zur Welt gekommenen und wie sie von Captaintreacherous gezeugten Rocknificent, die zum sechsten Mal bei ihren letzten sieben Versuchen mit dem Ehrenplatz abgespeist wurde.

Die seit nunmehr sieben Auftritten unbezwungene Lyons Sentinel, auf Hanover Shoe Farms geboren und 2018 als Take Over Hanover für 55.000 USD versteigert, machte mit ihrem 21. Sieg die zwei Millionen an Gewinnen voll: Bei 2.019.972 Dollar steht das Konto der wie so häufig von Tim Tetrick pilotierten Stute.

Das 168.000 Dollar wertvolle Dayton Pacing Derby für die älteren „Jungs“ blieb erstmals in seiner achtjährigen Geschichte in Ohio: Dan Noble servierte vorneweg die Konkurrenz mit dem vierjährigen Wallach Ocean Rock (von Rockin Amadeus) aus Zucht und Besitz von Sandra Burnett eiskalt oder kochend heiß um 3¾ Längen ab, was bei 1,8fachen Odds so unerwartet nicht kam..