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READY HILL direkt wieder Gipfelstürmer

Ein flotter Probelauf in Gelsenkirchen genügte Ready Hill nach einem halben Jahr Pause (Foto: Dennis Kraum)
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Frankreich

(dk) Mit vier Startern kreuzte das Team von Trainerchampion Wolfgang Nimczyk zur Wochenmitte auf der Flachbahn von Enghien in der Pariser Peripherie auf und nahm am Ende mit einem Sieg, einem vierten sowie einem fünften Rang insgesamt 26.450 Euro für seine Besitzer mit nach Hause.

Den Anfang machte Heinz Bergers dreijähriger Franzose Neo, der nach seinem imposanten Sieg vor gut einem Monat in La Capelle sogar als Co-Favorit antrat, mit dem Robbin Bot den diesmal verlangten Bänderstart aber alles andere als optimal hinbekam, so dass man sich zunächst am Ende des Feldes wiederfand, aus dem sich Nicou Chak (Mario van Dooyeweerd) mit einer anfänglichen Galoppade gleich verabschiedet hatte.

Für französische Verhältnisse war lange Zeit kein Tempo im Rennen, nachdem sich der Toto-Favorit Need You Meslois (Benjamin Rochard) früh das Kommando gesichert hatte, und es kam erst Bewegung ins Feld, als Gabriele Gelormini in der letzten Gegenseite den 235:10-Außenseiter Napolitano d'Awa in dritter Spur flott machte und der Italiano-Vero-Sohn dermaßen wuchtig in die zweite Position vorrückte, dass Robbin Bot im Versuch, diesen als Zugmaschine ins Vordertreffen zu nutzen, nicht folgen konnte, so dass seinem Schützling fortan das Anführen der dritten Spur nicht erspart blieb.

Mit diesem Handicap biss sich der Hengst zwar noch zu einem mit 2.000 Euro ausstaffierten fünften Rang in 1:15,4 / 2.875 m durch, hatte auf das vordere Quartett, in dem Napolitano d'Awa den Piloten in der Distanz in 1:14,8 noch sicher zur Strecke brachte, aber schon klaren Rückstand.

Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-07-22/7502/2

Gar als Totofavorit ging der Martha und Hermann Lehners Stall Germania gehörende Ready Hill in den als Rennen der Kategorie E konzipierten Prix de la Haute Marne (41.000 Euro - 2.875 m [B]) für Fünfjährige mit nicht mehr als 54.000 Euro Lebensgewinnsumme an, in dem er mit seinen bisherigen Earnings von etwas über 50.000 Euro blendend untergekommen war.

Das hatten die Turfistes offenbar ebenfalls im Auge, weshalb sie den Ready-Cash-Sohn ungeachtet einer knapp halbjährigen Startpause, nach der er lediglich vor zehn Tagen einen Probelauf in Gelsenkirchen absolviert hatte, auf den Favoritenschild hoben.

Dieser Bürde wurde Matthieu Abrivard, der den Wallach nunmehr bei seinen letzten vier Auftritten in Frankreich gesteuert und dabei nach einem fünften und einen drittem Platz jetzt zwei Siege in Folge errungen hat, in vollem Umfang gerecht.

Er hielt zunächst inne, als Mario van Dooyeweerd anfangs mit seinem Paradepferd Duke of New York die Führung verteidigen wollte, und übernahm erst nach Erreichen der ersten Gegenseite im zweiten Anlauf relativ unblutig das Kommando, das er fortan und bis zum Schluss gegen den Tiger-Wood-As-Sohn in 1:13,9 / 2.875 m souverän verteidigen sollte.

Sowohl für den Willicher wie auch für den Ascheberger bedeuteten die für die ersten beiden Plätze ausgelobten Renngewinne von 18.450 Euro bzw. 10.250 Euro den jeweils größten Einzelscheck, den die Wallache in ihrer bisherigen Karriere bei diesem rein deutschen Einlauf einstrichen.

Dabei hätte es eventuell - zumindest um den Ehrenplatz - auch anders ausgehen können, wäre nicht der im zweiten Paar außen augenscheinlich noch mit einigen Reserven versehene Frisee KB Font (Francois Lagadeuc) Mitte des Einlaufs empfindlich gestört worden, als Gabriele Gelormini hinter dem bis dahin die zweite Spur anführenden Seven Seas S beim Einleiten schärferer Hilfen seine Peitsche so weit zurückführte, dass sie in den "Tanzbereich" des immerhin auch unter 100:10 gehandelten Ringostarr-Treb-Sohnes geriet, woraufhin dieser so stark irritiert wurde, dass er ansprang und nicht mehr auszuparieren war (45 Euro Geldbuße für Gelormini).

Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-07-22/7502/4

Eben jener "Gabi" Gelormini war direkt im Anschluss Partner des dritten Starters vom Kaiserhof. Ob die Wetter im Hexagon Charmy Charly AS aufgrund der letzten Leistungen in Frankreich unter Bondo-Regie nicht mehr wollen oder aber seine Leistungen außerhalb Frankreichs ignorieren, sei einmal dahin gestellt.

Die 494:10, mit denen sie den Österreicher heute ins Rennen schickten, schienen jedenfalls unterm Strich unterbewertet. Mit etwas Glück hätte der Charly-du-Noyer-Sohn, der nach anfänglicher Führung bis an die dritte Stelle innen zurückgefallen war, in einer länger vergleichsweise verbummelten Partie die Wetter noch Lügen gestraft, doch der Move, den sein Steuermann Mitte des Einlaufs auf der Suche nach freier Fahrt nach außen machte, um dann festzustellen, dass es dort auch nicht so recht weitergeht, woraufhin er sein Glück wieder innen versuchte, hat eventuell den Schwung gekostet, der für Rang drei hinter Jotunn du Dome (Philippe Daugeard) und Iguane de Caponet (Yoann Lebourgeois) nötig gewesen wäre, so dass hinter Homard Land (Eric Raffin) in 1:14,5 / 2.875 m [B] nur der mit 6.000 Euro dotierte vierte Platz zu bilanzieren war.

Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-07-22/7502/5

Als "kleiner Lump" bestätigte sich indes Stall TippelToms Trogir im Prix de Marmagne (43.000 € - 2.150 m) nicht zum ersten Mal, als der weiterhin ohne Scheck aufgebotene 30:10-Favorit nach vom inneren Startplatz sofort übernommener Führung Benjamin Rochard im Scheitelpunkt des Schlussbogens aus der Hand sprang, bevor es ernst wurde.

Der Sieger - nämlich Mercedes Star, mit dem Pierre Yves Verva beim Vorstoß in der Gegenseite bald sein Führpferd in dritter Spur verloren hatte und dennoch am Ende sicher zum Zuge kam - hatte hierzulande nichtsdestotrotz gewiss viele Sympathien.

Gehört der Ufo-Kievitshof-Sohn, der nach Erfolgen in den für französische Verhältnisse völlig unbedeutenden Alkmaar und Joure zu dieser Gelegenheit zum Seriensieger avancierte, doch Hollands größtem Drafsport-Experten Hans Sinnige, für den der Wallach nicht nur beim 69. Lebensstart in seiner sechsten Rennsaison zum 14. Mal gewann, sondern zugleich mit 19.350 Euro den höchsten Rennpreis seiner bisherigen Karriere einstrich und seine Bestmarke dabei gleich noch einmal um über eine halbe Sekunde auf 1:11,3 / 2.150 m steigerte.

Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-07-22/7502/7