Pranzo alla bolognese
(dk) Zwar nicht mit geschmorter Tomaten-Rindfleischsauce, wie "alla bolognese" für gewöhnlich daherkommt, aber nicht weniger bekömmlich gestaltet sich das späte "Mittagessen", das das Team Lila von Trainer-Vize Robert Gramüller am Donnerstag in Bologna, der siebtgrößten italienischen Stadt im Norden des Stiefels, einnahm.
Für die Farben des Stalles Wieserhof landete die Equipe mit zwei Startern eine hundertprozentige Ausbeute, bei der in beiden Fällen der erst am letzten Wochenende verstärkt hierzulande engagierte Roberto Vecchione als Vollstrecker agierte.
Mit dem dreijährigen Ispanico Font, der dem Namen nach eher spanisch denn italienisch verortet sein müsste, in Realität aber ins deutsche Gestütsbuch eingetragen ist, übernahm er ungeachtet eines Startplatzes in der zweiten Reihe im Scheitelpunkt der zweiten Kurve aus vierter Position das Kommando, nachdem sich gefühlt die Hälfte der Teilnehmer bereits in der ersten Biegung mit mehr oder minder schweren Fehlern vom Ausgang der Partie vorzeitig abgemeldet hatte.
Fast auf den Meter eine Runde später fuhr der Routinier mit dem debütierenden Spartan-Kronos-Sohn, der sich vor einer Woche in München-Daglfing wiederqualifiziert hatte, gehörig ab und war der Konkurrenz in 1:17,9/1.660 Meter am Ende weit voraus. Rund 2.150 Euro wurden dem Aschheimer Lindinger-Quartier dafür gutgeschrieben.
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Anderthalb Stunden später unterschied sich die zuvor schon siegreiche Konstellation im Grunde nur dadurch, dass I Am Jet ins italienische Gestütsbuch eingetragen ist, in der vergangenen Saison schon dreimal am Ablauf gewesen war und die Partie diesmal über die Mitteldistanz führte.
Es obliegt anderen, zu beurteilen, ob die schneidige Ouvertüre Roberto Vecchiones, nach der die innen unmittelbar neben ihm abgehenden Konkurrenten auf der Startgeraden in Galopp verfielen und er das Geschehen in der Folge nach Belieben bestimmen konnte, blitzsauber war.
Die im letzten Jahr nach zwei gescheiterten Versuchen auf höherem Parkett Deutschlands mit Antonio di Nardo zum Abschluss der Zweijährigen-Kampagne noch auf dem heutigen Terrain siegreiche Nuncio-Tochter spielte jedenfalls danach in jeder Phase mit der Gegnerschaft, die so wenig trabsicher daherkam, dass nur noch der Ehrenplatz ausgelobt werden konnte. In 1:18,2/2.060 Meter gewann sie buchstäblich mit dem halben Einlauf und stockte ihr Konto dabei um rd. 2.500 Euro auf.
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