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Lugauer-Doublette in Jägersro

(nn) Jägersro, Mittwoch, 6. März 2019. Seinem Ruf, speziell weniger erfahrene Pferde perfekt vorbereitet und damit siegfertig herauszubringen, machte Conrad Lugauer mal wieder alle Ehre.

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Zweimal stieg der 44-jährige auf seiner Heimatbahn in den Sulky, zweimal kehrte er mit der reichsten Beute heim. Und weil sein Sohn Marc Elias mit Romero später einen zweiten Platz beisteuerte, fuhr das Team mit den Trainer-Erfolgen 16 und 17 aus lediglich 70 Versuchen und 105.000 Kronen „Gesamteinspielung“ nach Hause. Nachdem der in den Farben Susanne Auers laufende Cape Town Ende der Saison 2018 das Debüt im Galopp verpatzt hatte, präsentierte er sich beim zweiten Versuch wie ein alter Hase, der sich auch durch Platz „8“ in der zweiten Reihe des Bänderstarts nicht aus dem Konzept bringen ließ. Zügig scheuchte Lugauer den von Friedrich Gentz 2015 gezüchteten Love-You-Sohn zu Tempomacherin Rosy Wine vor, parkte einige 100 Meter dahinter ein und ging für die Schlussrunde wieder in die Todeslage, aus der sich in 1:17,2/2140m zu einem Sieben-Längen-Sieg absetzte, der mit 30.000 Kronen belohnt wurde und reichlich Appetit auf mehr machte. Der Sieg-Toto honorierte das mit doppeltem Einsatz.

Ähnlich souverän zog der Bayer 90 Minuten später mit dem in Schweden geborenen Gambit Brodde seine Kreise, nachdem er nach 700 der zu absolvierenden 2140 Meter Fabulous Sisu mit kernigem Zwischenspurt aus dem Kommando gejagt hatte. Auch der dunkelbraune Infinitif-Sohn, der seinen Einstand nach acht Monaten Auszeit in den Galopp-Sand gesetzt hatte, war am Ende 3½ Längen voraus für den insgesamt dritten Erfolg aus sieben Versuchen in 1:15,0 überlegene Ware, strich 40.000 Kronen ein und bescherte seinen Anhängern 27:10. Es war 2019 Lugauers 15. Treffer als Steuermann, der das Rad dafür lediglich 33 Mal in Händen gehalten hatte.

In einem Lärlingslopp scheiterte Marc Elias mit 107:10-Chance Romero, einem auch erst zum achten Mal geprüften Koréan-Wallach, nur an dem bei 71:10 gehandelten Terminator Face. Dante Kolgjinis Partner schleppte er ab 800 Meter vorm Ziel selbst aus dem Hintertreffen voran und hatte noch im Schlussbogen zwei Längen Vorsprung; der Joke-Face-Nachkomme kämpfte sich jedoch heran und Romero um 1½ Längen nieder, was im Renntagebuch mit 1:14,7 zu 1:14,9 bzw. 70.000 und 35.000 SEK vermerkt wurde.