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Islamorada in Cornulier-Form

Islamorada mit Camille Levesque im Prix du Calvados (Foto: Equidia)
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Frankreich

Papa Pierre Levesque hatte den Prix du Calvados, die wichtigste Vorprüfung zum Prix de Cornulier, 1984 mit Mirande du Cadran und 1995 mit Balzac gewonnen. Junior Thomas folgte 2014 mit Ulysse. Hughes Levesque, der den 2016er Sieger Texas de l'Iton trainierte, ist lediglich ein Namensvetter. Am Sonntag schaffte es nun auch Camille Levesque in die Siegerliste des Klassikers.

Unter ihr machte die familieneigene Royal-Dream-Tochter Islamorada, die bislang überwiegend auf B- und C-Ebene lief, einen Riesensprung, den ihr viele jedoch zugetraut hatten. Zu stark waren die jüngsten Leistungen im Monté, wo sie die auch im Calvados verlangte 2850-Meter-Distanz zwei Mal unter 1:13 auslief.

Ob sie allerdings gewonnen hätte, wäre die nach über einem Jahr Monté-Abstinenz ins Reiten zurückgekehrte und an der letzten Ecke schon klar führende Idola (Mathieu Mottier) dort nicht gesprungen, bleibt Spekulation. So musste Camille Levesque auf Islamorada, die Idola durch den Schlussbogen vehement nachgesetzt hatte, keinen Finger rühren, um in 1:12,4 souverän nach Hause zu kommen.

Auf dem Ehrenplatz gab East Asia (Alexandre Abrivard) einen feinen Einstand in neuer Disziplin, doch trabte die Gocciadoro-Stute auf den letzten Metern nur noch mäßig. Prompt ertönte die Enquête-Hupe und wurde die Italienerin nach wenigen Minuten eleminiert.

Damit rückte Jean Balthazar, der nach einer Reihe eher blasser Vorstellungen endlich wieder an alte Klasse anknüfte auf Rang zwei. Die dritte Wildcard für den Cornulier ging an die neunjährige Halfa.

Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-01-04/7500/7

Zweiter Gruppesieg für Nocive de Choquel

Während Nob Hill am Vortag im Prix Maurcie de Gheest die kurze Distanz und die entsprechend schnelle Startphase nicht goutierte und bis zur Disqualifikation sprang, hatte Nocive de Choquel am Sonntag im Pendant für die Stuten, dem Prix Gélinotte (120.000 Euro), mit der Umstellung keine Probleme und gewann nach dem Prix Une de Mai auch den zweiten Halbklassiker der Generation 2023.

Die schnittige Face-Time-Bourbon-Tochter ist allerdings ein ganz anderer Typ Pferd, ohne Allüren, ohne Nervosität, dafür mit einem scheinbar bombensicheren Geläuf ausgestattet. Als François Lagadeuc die Hellbraune der Ecurie Bridault im Schlussbogen aus vierter Position brachte, fasste sie prächtig an und machte sich bis zur Linie immer länger. 

Screenshot 2026-01-04 at 15-41-27 Dimanche à Vincennes - Prix Gélinotte (Gr. 2) Nocive du Choquel double la mise Equidia

Nocive de Choquel im Prix Gélinotte (Foto: Equidia)

In 1:13,4/2175 Meter schickte sie Nayara (Eric Raffin) und die schlussstarke Noela Josselyn (Nicolas Bazire) souverän auf die Verliererstraße.

Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-01-04/7500/2