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Hahn im Korb

(nn) Mailand-La Maura, Sonntag, 17. Februar 2019. Keine des favorisierten Gocciadoro-Damenkränzchens, das die Plätze zwei bis vier belegte, holte sich den ersten Saison-Höhepunkt für die italienischen Daheimgebliebenen auf der 1050 Meter weiten Piste von Mailand-La Maura.

Voltaire-Gifont

Als Hahn im Korb des Gran Premio Encat um immerhin 55.000 Euro entpuppte sich Christian Rizzos Voltaire Gifont (Foto Archiv), der seit dem Triumph am 23. Dezember im Campionato dei 4 Anni zu Albenga dreimal mit mäßigem Erfolg in französischen Gefilden zu wildern versucht hatte.

Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit für den Quaker-Jet-Sohn, der fast eine halbe Runde lang kurbeln musste, um an den drei  Gocciadoro-Ladys Super Star Reaf, Sonia und Trendy OK vorbei in Front zu kommen. Kaum hatte sich Pietro Gubellini nach diesem Gewaltakt ein wenig zur Ruhe gesetzt, als Trendy OK mit dem „Chef“ höchstpersönlich kräftig zu bohren begann. Hergeben wollte „Frontfahrer Pippo“ das Zepter nicht, und so fetzten sich die Beiden rund 20 Meter vor dem Rest die Tribünengerade herunter, bis Gocciadoro ein Einsehen hatte und die 12:10-Favoritin eingangs der vorletzten Kurve dahinter einparkte. Danach beruhigte sich die Fahrt deutlich, so dass nicht nur der innere Flügel aufschließen konnte, sondern außen Trendy OKs Stall- und Trainingsgefährte Testimonial OK vorzurücken begann und Toscarella, Viola Trio sowie die auf dem letzten Viertel den Kontakt verlierende Twilight Lux im Schlepptau hatte.

Im Schlussbogen zeigte auch Testimonial OK Wirkung, während sich nun Toscarella als Anführerin der zweiten Spur produzierte und Sonia gar in dritter Spur aufrüstete. Unter Gubellinis gewohnt wuchtigen Rundumschlägen war indes gegen Voltaire Gifont kein Kraut gewachsen, der sicher mit einer Länge vor Sonia zum zehnten Mal in seiner Laufbahn die Linie als Erster passierte und sein Konto um 23.000 auf 309.932 Euro ausbaute. Trendy OK hatte nach ihrem energischen Zwischenspurt nur noch so viel in Angebot, Super Star Reaf für Rang drei in Schach zu halten.

Mit 1:12,0 war „Voltaire“ sehr zügig unterwegs, blieb jedoch klar über Lisa Americas Rennrekord. Die vorletzte Gesamtsiegerin des 2012 eingestellten Grand Circuit International hatte 2010, noch auf der alten Bahn in Mailand-San Siro, in nie wieder erreichten 1:11,3 dominiert.

Gran Premio Encat (Gruppe II int.)

2250m Autostart, 55.000 Euro

1.      Voltaire Gifont               12,0     Pietro Gubellini                  41

         5j.br. Hengst von Quaker Jet a.d. Realm of Fancy von Ginger Somolli

         Be: Caterina Ballini, IT; Zü: All. Le Fontanette - Giga Farm Srl, IT; Tr: Cristian Rizzo

2.      Sonia                              12,0     Rene’ Legati                       76

3.      Trendy OK                      12,1     Alessandro Gocciadoro 12*

4.      Super Star Reaf            12,4     Giampaolo Minnucci        63

5.      Toscarella                      12,4     Luca Lovera                     360

6.      Santiago de Leon         12,4     Massimiliano Castaldo  360

7.      Testimonial OK             13,0     Federico Esposito           12*

8.      Viola Trio                        13,2     Marco Stefani                  211

9.      Twilight Lux                   13,6     Michela Racca              3117

12,0     Rene’ Legati                      

12,1     Alessandro Gocciadoro

12,4     Giampaolo Minnucci       

12,4     Luca Lovera                    

12,4     Massimiliano Castaldo 

13,0     Federico Esposito          

13,2     Marco Stefani  

13,6     Michela Racca                            

76

12*

63

360

3600

12*

211

3117

Sieg: 41; Richter: sicher 1 - ¾ - 1½ - 1 - ½ Länge; 10 liefen (NS Tina Turner)

Wert: 23.000 - 11.000 - 6.000 - 3.000 - 2.000 und 10.000 Euro