Brothers in Arms par excellence
Eine knappe Dreiviertelstunde nach dem Prix de France richteten sich vor allem viele deutsche Blicke auf den Prix de Rouen (90.000 Euro), ein Gruppe-III-Rennen für Sechsjährige bis 275.000 Euro Kontostand. Eine schöne Aufgabe für Brothers in Arms, der nach seinem ansprechenden Auftritt am 3. Januar (Zweiter auf gleicher Distanz in Vincennes) am Toto prompt zum erweiterten Favoritenkreis zählte (94:10).
Zum Glück konnte man erneut auf Matthieu Abrivard zurückgreifen, der mit dem Hengst von Werner Pietsch und des Stalles Germania seine gesammelten Fahrkünste in die Waagschale warf. Trotz alles Vorsicht des 40-Jährigen, der diesmal im neuen Dress von Michael Nimczyk fuhr, begann Brothers in Arms mit einigen wilden Galoppsprüngen, doch bekam Abrivard ihn rechtzeitig unter Kontrolle und überwand auch ein sich direkt anschließendes kritisches Gedränge.
Dies hatte zur Folge, dass Brothers in Arms zunächst einmal die rote Laterne des Zwölfer-Pulks trug und gute 40 Meter hinter der Spitze zurücklag. Als sich vor der großen Tribüne von Vincennes einige nach außen orientierten, nutzte Abrivard die freie Innenspur und machte im Nu mehrere Positionen gut. Doch blieb der Fabulous-Wood-Sohn innen verhaftet und gelangte erst Mitte der Zielgeraden an die frische Luft.
Brothers in Arms fand sofort einen höheren Gang, spurtete prächtig und lief noch dicht zu den beiden Stuten Kika Josselyn (Benjamin Rochard) und Kelle Beaute (Alexandre Abrivard) auf.
Mit 1:12,7/2850 Meter verbesserte Brothers in Arms, der sein Konto um 12.600 Euro aufstockte, zwar seinen eigenen Rekord auf Steherdistanzen, musste die deutsche Bestmarke älterer Hengste aber Jimmy Ferro BR (1:12,0/2700 Meter in Vincennes) überlassen.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-02-08/7500/5