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Aufregung in Jägersro

Noch sind Oris (1) und F.B.I. (2) im Trab
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Schweden

Not amused war nach dem achten Rennen der V86-Veranstaltung am Mittwoch in Jägersro Stefan Persson. Der 51-jährige aus Halmstad echauffierte sich über das in seinen Augen chaotische Startprozedere, das in Schwedem einem festen Muster folgt.

So werden stets beim Kommando "Noch 30 Sekunden bis zum Start" die Flügel des Startautos ausgeklappt. Zeigt die Digitaluhr "0:00" an, setzt der Autopilot den Startwagen in Bewegung, der in Schweden von Haus aus deutlich weiter vorne (300 Meter vor der Startmarke) positioniert ist als z.B. in Deutschland (400 Meter) und entsprechend zügig anrollt und beschleunigt.

Beim 8. Rennen wurden die Flügel erst fünf Sekunden vor "Start frei" und damit deutlich später als gewohnt ausgeklappt. In dieser Phase hatten die Teilnehmer bereits das gewohnte Tempo aufgenommen, um die Startplätze ordnungsgemäß zu beziehen.

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Stefan Persson (Foto: travstugan.se)

Wäre Stefan Perssons Stute F.B.I. glatt ins Rennen gekommen, hätte es vermutlich weitaus weniger Aufregung gegeben. Doch die 56:10-Mitfavoritin galoppierte bereits vor dem Erreichen der Startmarke heftig. Die innen direkt daneben liegende Oris folgte ihrem Beispiel.

Ob der Startvorgang wirklich ursächlich war für die Galoppaden, ist sicher Spekulation, doch Persson war unversöhnlich, sprach gegenüber Travronden sogar von einem Skandal.

Der diensthabende Rennleitungsvorsitzende Stefan Jönsson gab Persson in Teilen recht: "Es stimmt, die Flügel wurden deutlich zu spät aufgeklappt. Dem Starterteam fehlte beim routinemäßigen Durchzählen der Pferde ein Teilnehmer, das hat sie vermutlich abgelenkt."

"Vielleicht sollte man die Flügel trotzdem erst ausklappen und dann nochmal zählen. Es mag sein, dass die Galoppaden darauf zurückzuführen waren, aber wenn man auf Fehlstart erkennt, kommen andere und sagen, sie seien deshalb gescheitert. Es war eine außergewöhnliche Situation, in der es schwierig ist, das richtige zu tun."