Stall / Info / NEWS / Elitefahrer vor der Sommerpause

Elitefahrer vor der Sommerpause

Zu Gast in Hamburg: Michel Rothengatter (Foto: Equidia)
Aucun objet associé.
Deutschland

(htz-press) Dass nach dem 20. Dezember 2026 am historischen Traber-Standort Hamburg-Bahrenfeld mit seiner rund 150-jährigen Tradition noch einmal Rennen stattfinden können, wird aufgrund aktueller Presseberichte bezweifelt, doch hört man hinter den Kulissen trotzdem auch andere Stimmen. Für Optimisten ist noch gar nichts final geklärt und unumstößlich lediglich, dass das erste Halbjahr der laufenden Saison vor seiner finalen Veranstaltung steht.

Drei Tage vor Beginn des Galopp-Derby-Meetings in Hamburg-Horn, bei dem am 2. Juli auch die Traber zum Einsatz kommen werden, bittet Bahrenfeld am Donnerstag mit einer neun Rennen umfassenden Abendkarte noch einmal zum Tanz, bevor eine elfwöchige Pause ansteht.

Start des 1. Rennens ist um 17.30 Uhr, Höhepunkte sind im weiteren Verlauf zwei mit 10.000 Euro dotierte Qualifier zum Dreijährigen-Kriterium (5. + 7. Rennen). Dass auch darüber hinaus qualitativ hochwertiger Sport geboten wird, ist schon durch die Anwesenheit einer enorm starken Gästeschar, die von Top-Fahrern wie Michael Nicmzyk, Robbin Bot, Thorsten Tietz, Robbin Bakker, Jaap van Rijn, Marciano Hauber oder Michel Rothengatter angeführt wird, erkennbar.

Die Wetter reizt eine V6-Wette mit der gewohnt attraktiven Garantie von 8.000 Euro, die über die Rennen 3-8 läuft.

Viel Geld für Dreijährige

Das durchweg gut dotierte Dreijährigen-Kriterium scheint ein Sorgenkind des deutschen Trabrennsports zu bleiben, denn nach den ersten Qualifiern in Daglfing mit nur jeweils fünf Startern sieht es trotz des Rennpreises von jeweils 10.000 Euro auch in Hamburg in Runde zwei kaum besser aus. Fünf Hengste und Wallache kommen im 5. Rennen an den Ablauf, sechs Stuten versammeln sich im 7. Rennen hinter dem Startwagen.

Immerhin entschädigt die Klasse der Teilnehmer für fehlende Masse, denn das Duell zwischen dem ungeschlagenen Wisconsin (Robbin Bot) und dem zuletzt in Wolvega überzeugend erfolgreichen Sultan of Swing S (Michel Rothengatter), in das sich auch sein dortiger Runner-up Noble Lobell (Robbin Bakker) eimischen kann, verdient das Prädikat „besonders reizvoll“.

Bei den Ladys gibt es durch Daglfing-Siegerin Stella Luna (Robbin Bot) eine klarere Favoritin, dafür wirkt das Rennen in der Breite ausgeglichener und eröffnet den Kombiwettern entsprechende Möglichkeiten. Für die V6-Wette könnten dagegen wenige Markierungen in den beiden Läufen ausreichen, um weit kommen.

8.000 Euro in der V6

Die Auszahlungsgarantie in der V6-Wette ist mit 8.000 Euro gewohnt üppig, der Schwierigkeitsgrad in Anbetracht der kleinen Felder überschaubar, so dass sich auch Wetter mit kleineren Budgets berechtigte Hoffnungen auf einen Treffer machen können.

Zum Auftakt im 3. Rennen sollte man sich allerdings etwas breiter aufstellen, denn mit der in Mönchengladbach unglücklich gescheiterten Pebbles Stone (Marciano Hauber), dem diesmal ohne Eisen antretenden Derbyfinalisten Tarantino (Thorsten Tietz), der für einen Volltreffer überfälligen Ulanova L.A. (Michael Nimczyk) und dem im laufenden Rennjahr bereits dreimal erfolgreichen Eagle Spav (Robbin Bot) treten mindestens vier der sieben Teilnehmer mit Siegambitionen an.

V6-2 verlangt ebenfalls Fingerspitzengefühl, da neben den formstarken Proud Beuckenswijk (Marciano Hauber) und Jaccomo (Michael Nimczyk) auch der zuletzt in der vorentscheidenden Phase festsitzende Velten Manhattan (Thorsten Tietz) oder eine glatt gehende Jazzy Jog (Michael Rothengatter) im Endkampf auftauchen können.

Zwischen den beiden Dreijährigen-Rennen möchte sich in V6-4 Vermithrax (Robbin Bakker) für sein jüngstes Pech, als er zu Beginn der Zielgeraden in Front ansprang, entschädigen und wird dabei vorrangig auf den Gelsenkirchener Meilensieger El Baio (Jaap van Rijn) oder die dort auf dem Linkskurs erfolgreiche Ronja Bo (Michael Nimczyk) achten müssen.

V6-6 bietet durch Nordin (Nick Schwarma) eine weitere Bankmöglichkeit an, doch der äußere Startplatz und Gegner wie Karina Charisma (Ferry Hollander) oder Krikri du Flot (Leo Hönig), die weitaus gefährlicher sein können als es die jüngsten Formen vermuten lassen, machen ihn nicht unantastbar.

Ab in den Urlaub

Nach der für 20.45 Uhr vorgesehenen Abschlussprüfung verabschiedet sich Bahrenfeld in eine Sommerpause, die erst am 9. September mit einer PMU-Matinée endet. Grund dafür ist, wie schon den Renntiteln am Donnerstag entnommen werden kann, die Rücksichtnahme auf die anstehende C-Bahn-Saison, die am 5. Juli in Drensteinfurt beginnt und über Stationen in Hooksiel (15., 22., 29. Juli), Duhnen (9. August), Stove (23. August), Quakenbrück (6. September) und Bedburg-Hau (20. September) am 17. Oktober in Magdeburg endet.