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Der Joker glänzt auf weiten Wegen

Achter Saisonerfolg für Royal Joker (Foto: Franz Hahn)
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Deutschland

(MTZV-press) Das Daglfinger Programm am Sonntag zwischen den beiden Derby-Wochenende in Berlin fiel nicht üppig aus, aber die sieben Rennen waren garniert mit Jackpots in der V6- und der Viererwette und so entwickelte sich ein spannender und unterhaltsamer Nachmittag.

Einen erwarteten Treffer landete zum Auftakt Georg Frick, der Maneli früh an die Spitze beorderte, fortan das Tempo wohl dosieren und so den Schlussangriff von Jalna Galaa sicher abwehren konnte. Für Maneli war es der zweite Sieg in Folge, nachdem es erst beim elften Start mit dem ersten Treffer geklappt hatte.

Der Auftakt der V6-Wette sah einen Favoritensieg durch Royal Joker. Der mit Dr. Conny Schulz an den Start geschickte Wallach zeigte eine sehr gute Leistung, attackierte gut 700 Meter vor der Linie in dritter Spur, ging durch den Schlussbogen weite Wege und konnte dennoch sicher gegen den vom Start weg führenden Major Sheba H überzeugen. Dieser sicherte sich den Ehrenplatz leicht gegen Bellas Bijou, die von Theresa Geineder mit einem Rennen an der Innenkante optimal vorgestellt wurde.

Eine erste Überraschung in der mit 11.111 EUR Garantie versehenen V6-Wette gab es im dritten Rennen des Tages, denn nicht die hoch favorisierte Ontaria, sondern ihr Trainingsgefährte Indy machte das Rennen. Dieser hatte früh das Kommando übernommen, ließ die Kontrahentin allerdings bald passieren und attackierte aus deren Rücken heraus im Einlauf. Schnell stellte der Booster Winner-Wallach die Weichen auf Sieg und bescherte Marcus Gramüller beim zweiten Start als Profi den ersten Sieg.

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Indy mit Neu-Profi Marcus Gramüller (Foto: Franz Hahn)

Ein Rennen später endete ein enger Endkampf zwischen Inaaya und Nightstar Hill mit einem Sieg der Team-Lila-Stute im Lauf zum Elisabeth-Mann-Nachwuchschampionat. Die auf der Linie zweiteingekommene Nightstar Hill wurde von der Rennleitung am grünen Tisch wegen unreiner Gangart im Einlauf disqualifiziert.

Die im Internet aufkeimende Diskussion der Fahrspurveränderungen im Einlauf und der Hinweis, dass die Gramüller-Stute das Franzl-Gespann behindert habe, liest sich im Rennbericht so, dass beide Pferde nicht die Spur gehalten haben, Nightstar Hill allerdings deutlich stärker nach innen drängte als Inaaya nach außen, so dass sich die beiden Aktionen gegeneinander aufhoben. So durfte sich Zoe Weber über den zweiten Sieg ihrer Karriere freuen.

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Inaaya mit Zoe Weber und Familie Lindinger (Foto: Franz Hahn)

Eine richtige Überraschung landete Jasmine Dragon im Bänderstart. Von Andreas Geineder auf Warten gefahren, hatte die Stute aus dem Besitz von Willi Pangerl die besten Reserven, attackierte die um den Sieg kämpfenden Nada más und Alcide Roc und hatte im Speed auf der Linie einen sicheren Vorteil, womit sich die Anzahl der aktiven Wettscheine in der V6-Wette erheblich reduzierte.

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Jasmine Dragon (Foto: Franz Hahn)

Einen zweiten Sieg für Trainer Georg Frick markierte Peter Platzer. Der routinierte Amateur beorderte Billy Kimber nach dem Start an die Spitze, wehrte die mehrfachen Angriffe von Venka Hall ab und hatte in der Distanz den sicheren Vorteil gegen die Angreiferin, die sich einmal mehr teuer verkaufte und knapp vor der erneut gut disponierten Katrionalemayrocks blieb.

Zum Abschluss siegte Velvet Dream mit Alexander Gumpl zum ersten Mal in ihrer Karriere und blieb nur knapp über ihrem Rekord. An der letzten Ecke noch von DJ Masi bedrängt, machte der Widersacher zu Beginn der Geraden einen Fehler, womit der Weg zum ersten Treffer der Dream-Vacation-Tochter frei war.

Im Siegerinterview erzählte Alexander Gumpl vom holprigen Karrierestart der mittlerweile Fünfjährigen, die allerdings immer Talent verraten hatte, weshalb man ihr das Vertrauen schenkte. Jedenfalls hatte die Stute wenig Mühe, Sly und Lots of Love hinter sich zu lassen. Am Ende der V6-Wette durfte sich ein Mitspieler über einen stattlichen Gewinn von 14.938,40 EUR freuen.

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Velvet Dream mit Alex Gumpl (Foto: Franz Hahn)

Ein frühes Glanzlicht der Veranstaltung gab es bereits im Aufbaurennen für Zweijährige zu sehen. Xalina B aus dem Stall von Robert Gramüller und gezüchtet von Lara Bartel absolvierte ihren Einstieg in die Rennkarriere in unangefassten 1:16,3/1.609 Meter und verriet dabei großes Talent, so dass man die Karriere der Stute genau im Auge behalten sollte.

Ausgetragen wurde außerdem der 6. Lauf zum Corleone-Mini-Traber-Cup , in dem sich Ramon mit Katharina Brunner gegen Waro von Frankenberg mit Theresa Dinzinger durchsetzen konnte.

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Ramon mit Katharina Brunner (Foto: Franz Hahn)

Der nächste Daglfinger Renntag steht am Mittwoch, 21. August 2024, auf dem Programm. Die PMU-Mittagsveranstaltung beginnt um 11:55 Uhr.