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Das Gestüt Lasbek macht die Big Points

Uranja sorgte für den ersten Deutschland-Sieg von Holger Ehlert als Lasbek-Trainer (Foto: traberpixx.de)
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Deutschland

(BTV-press/MT) Einen furiosen Einstand für seinen neuen Chef Günter Herz legte der Lasbeker Trainer Holger Ehlert hin. Acht Tage nach seinem Einstandserfolg mit dem vierjährigen Master Pit im französischen Amiens konnte der gebürtige Essener die beiden sportlichen Hauptereignisse in Mariendorf für sich entscheiden.

Den ersten Treffer an diesem Nachmittag landete gleich zum Auftakt des Renntages in der Silber-Serie die Jahresdebütantin Uranja (Christoph Schwarz). Die letztjährige Stutenderby-Vierte durfte nach dem sofortigen Ausfall der Favoritin Ronja Bo (Michael Nimczyk) an der Spitze nach Belieben das Tempo bestimmen und hielt sich dann in der schnellen Schlussphase die speedige Andrala (Dennis Spangenberg) sicher vom Leib. Rang drei sicherte sich nach optimalem Rennverlauf Misty Dragon (Victor Gentz) vor dem am Start fehlerhaften Mon General (Thomas Panschow).

Hatten in der Silber-Serie gerade einmal fünf Starter den Kampf um 10.000 Euro Preisgeld aufgenommen, so waren es im zweiten Lauf zur mit 6.000 Euro dotierten Newcomer-Serie sogar nur vier Starter. Hier musste sich die Lasbekerin Uberlandia (Michael Nimczyk) nach einem langen Führungskampf zunächst einmal mit der Lage im Rücken der Favoritin Magicblue (Christoph Schwarz) zufriedengeben, aber im Einlauf war die im Vorjahr noch sieglose Stute dann wieder zur Stelle und rang die Gramüller-Vertreterin noch sicher nieder. Gigio Effe (Kevin Brunner) ließ sich nie abschütteln und blieb bis ins Ziel souveräner Dritter. 

Uberlandis - Michael Nimczyk

Uberlandia beendet die Serie von Magicblue (Foto: traberpixx.de)

Einen spannenden Endkampf sahen die Zuschauer in der 20.000-Euro-Garnitur. Obgleich auch hier leider nur vier Kandidaten am Ablauf waren, entwickelte sich auf der Zielgeraden ein packender Dreikampf. Sambasamba (Michael Nimczyk) hatte vom Fleck weg das Kommando vor Olivia Greenwood (Dennis Spangenberg) übernommen und wurde in der Schlussrunde von Indy (Christoph Schwarz) unter Druck gesetzt. Diese drei Pferde stürmten in der schnellsten Prüfung des Tages dann auch auf den finalen Metern Kopf an Kopf dem Ziel entgegen, wobei Olivia Greenwood in 1.13,2/1.900 Meter genau auf der Linie das bessere Ende für sich hatte. Sambasamba behielt das zweite Geld vor Indy.

Die höchste Tagesklasse war diesmal den Amateuren vorbehalten. Mit seinem Paradepferd Postillion behauptete sich Peter Platzer im Führungskampf gegen seinen vermeintlichen Hauptkonkurrenten Waldgeist (Yanick Mollema), der keine Lage fand und außen herum dann auch im Endkampf frühzeitig passen musste. Viel gefährlicher war da die Attacke von Blizzard PS (Sebastian Gläser), der mit enormem Schwung Ende der letzten Überseite in dritter Spur attackierte.

Im Einlauf sah der Gentz-Schützling sogar kurz wie der Sieger aus, aber Postillion zog nach kurzen Schwierigkeiten im Schlussbogen beim Ziehen der Zaumkulissen im Einlauf sofort wieder an und gewann noch leicht vor Othello PS (Caroline Gentz), der seinen Stallgefährten Blizzard PS sicher für das zweite Geld abfing. 

Zwei Treffer konnte auch das Team Lila verzeichnen. Zunächst war es die finnische Lehrlingsfahrerin Pinja Mäkkinen, die ihrer Favoritenrolle mit der läuferisch überlegenen Pearl Newport souverän gerecht wurde und Frodeno (Lasse Grundhöfer) sowie Desert Rain (Gerrit Föllmer) auf die besseren Plätze verwies.

Im Trabreiten konnte sich das Team Gramüller einmal mehr auf die deutsche Trabreit-Championesse Ronja Walter verlassen, die mit der Monté-Debütantin Marilyn Boko ihre ganze Routine ausspielte und sich die Konkurrenz Start-Ziel leicht vom Hals hielt. Totofavorit Villeneuf (Hannah Schmitz) kam nicht glatt um den Kurs, sodass die Plätze zwei und drei an Troublemaker (Anna-Lisa Kunze) und Henri Buitenzorg (Maja Thamm) gingen. 

Marylin Boko - Ronja Walter

Marylin Boko bei Monté-Einstand mit Ronja Walter (Foto: traberpixx.de)

Für zwei etwas überraschende Berliner Treffer sorgten an diesem Nachmittag Thomas Buley und Franziska Höltje. 

Der Karlshorster Profi nutzte mit Orla Greenwood nach einem Rennen als drittes Pferd an der Innenkante die Galoppade des auf der letzten Überseite neben ihm liegenden Viking Silvio (Dennis Spangenberg), um in die zweite Spur zu wechseln und umgehend die unterwegs pullende Pilotin Meraviglia Rosso (Christoph Schwarz) anzugreifen. Im Einlauf zog Orla Greenwood dann an der Konkurrentin vorbei und hatte auch genügend Reserven, um den späten Schlussangriff von Granelli MF (Michael Hönemann) zu parieren. Der wiederum wurde aber im Nachgang disqualifiziert, weil er im Einlauf Nacho Beuckenswyk (Andreas Perschke) beim Fahrspurwechsel behindert hatte. Somit ging Rang zwei an die brave California (Manfred Zwiener) vor Callisto (Thomas Panschow).

Fast sieben Jahre musste Amateurfahrerin Franziska Höltje warten, um endlich wieder einmal in den Winner Circle einzuziehen. Mit ihrer Allypally schaute sich die Berlinerin am Ende des Feldes in aller Seelenruhe das Duell von Zidane PS (Kalle Krohmer) und dem außen gehenden Crazy Gaagaa RL (Pinja Mäkkinen) an. Ab Mitte der Gegenseite rückte Allypally dann bis in den Rücken des bayerischen Gastes vor und war beim finalen Angriff auf der Zielgeraden sofort überlegene Ware. Zidane PS behielt das zweite Geld knapp vor Crazy Gaagaa RL.

Allypally _ Farnzi Höltje

Fassungslos vor Glück: Franziska Höltje mit Allypally (Foto: traberpixx.de)

Der Umsatz betrug 83.327,38 Euro (davon 17.183,30 Euro Bahnumsatz und 66.144,08 Euro Außenumsatz).

Der nächste Renntag in Mariendorf findet am Sonntag, 22. März, statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dabei der erste Lauf der Gold-Serie um 20.000 Euro.